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„Sie haben Müll"-Wer mit Werbe-E-Mails Kasse macht

Wer sie kennt, hasst sie. Werbemails aus dem Internet, kurz "Spam" genannt.
Sie werden aufgrund der geringen Kosten für den Versender in großen Massen verschickt (100.000 bis zu einigen Millionen Stück). Bezahlen muss der Empfänger mit vergeudeter Online-Zeit. Allein die Kosten für den Download werden weltweit auf 10 Mrd. Euro geschätzt.
Wie das Business funktioniert
Kommerzielle Werbeversender erstellen Datenbanken mit mehreren Millionen Adressen. Diese erhalten sie z.B. durch das gezielte Absuchen von Newsgroups, Homepages oder E-Mail-Verzeichnissen mit Hilfe von Suchmaschinen (Harvester), aber auch durch einfaches Durchprobieren gängiger Adressen (miller@..., schmidt@... usw.).
Der Versand der E-Mails geschieht vollautomatisch. Da das fast nichts kostet, spielt es keine Rolle, wenn viele Adressen gar nicht existieren.
Die "Spammer" benutzen falsche Absenderangaben, die es schwierig machen, ihre Identität herauszufinden. Außerdem verwendet ein erfahrener Spammer nicht den Mailserver seines eigenen Internet-Providers, sondern einen anderen, ungeschützten Mailserver. Allerdings hinterlassen Spammer ihre Spuren beim "Harvesten", dem Adressen- Sammeln, wie Daniel Rehbein ausführlich auf seiner Homepage beschreibt. http://www.rehbein-dortmund.de/spamtrap.html
Der Verbraucher ist immer der Dumme.
Ein besonderes Merkmal von Spam ist, dass die Haupt-Kosten nicht vom Spammer, sondern von den Empfängern und den Providern bezahlt werden müssen. Möglich macht dies das E-Mail-Protokoll SMTP. Für den Versender ist damit das Abschicken von 100 E-Mails nicht teurer als das Senden einer einzigen Mail.
Durch die niedrigen Kosten rechnet sich Spamming schon bei sehr wenigen positiven Reaktionen. Wenn auf 10 Millionen Spams nur 5 Personen ein Produkt für 100 € kaufen, lohnt sich das Geschäft bereits. Die Produkte selbst sind in der Regel minderwertig oder nutzlos. Renommierte Unternehmen setzen kein Spam als Werbeform ein.
Was kann man gegen Spam tun?
1. Ruhe bewahren! Niemals auf eine Spam-Mail antworten! Erst recht nicht, wenn es einen Link gibt, mit dem man angeblich seine Adresse aus dem Verteiler löschen kann. Eine Antwort auf die Mail zeigt dem Spammer nur, dass die Adresse tatsächlich existiert. Die Folge: Sie bekommen noch mehr Spam.
2. Filter einsetzen
Die meisten E-Mail-Programme wie Pegasus, Eudora oder Outlook haben Spamfilter. Auch Apple hat seinen Mailclient nachgerüstet. Die eingehenden Mails werden dadurch mittels eines Wortfilters nach vorgegebenen Regeln aussortiert. Nachteil der lokalen Filter: Bevor Spam aussortiert werden kann, muss man die Müllmails trotzdem erst auf seinen Computer herunter laden. Spamfilter bieten auch für Maildienste wie Yahoo, web.de, gmx oder hotmail.
Auch mit spezieller Software kann man Spams aus dem Weg räumen. Hier stehen viele, meist kostenlose Programme im Internet zum downloaden bereit. Vorsicht: Manche Filterprogramme meinen es zu gut und filtern auch erwünschte E-Mails raus. Problematisch ist dies, wenn man Rechnungen per E-Mail akzeptiert. Dann haftet der Empfänger, wenn die E-Mail versehentlich gelöscht wurde. Wer seiner Filtersoftware dann nicht mehr vertraut, muss wohl oder übel auch den Spam-Ordner durchsehen. Dann kann man auf Filter auch verzichten.
3. Wichtige E-Mail-Adresse vertraulich halten
Viele Dienste im Internet fordern beim Registrieren eine gültige E-Mail Adresse. Oft ist nicht ersichtlich, ob diese womöglich an Spammer verkauft wird: Richten Sie für diesen Zweck lieber eine kostenlose Zweitadresse bei Yahoo, web.de, gmx oder hotmail ein. Die eigene Adresse, die spamfrei bleiben soll, gibt man nur Freunden, Bekannten, Behörden und Geschäftspartnern.

Dieser Text gibt den Plusminus-Fernseh-Beitrag vom 12.08.2003 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt. Bericht von Uwe Leiterer
Quelle: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=83
Erstellt am: 18.8.2003

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