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| Anschlußtechniken | Verfahren zum Anschluß der elektrisch-mechanischen Bauelemente; z.B. Wickel-, Crimp-, Klammer-, Einpreß-, Schneidklemm-, Durchdring- sowie SMD- und Lötverbindungen. |
| AWG (American Wire Gauge AWG) | Britische und US-amerikanische Dimensionsangaben bzw. Leiterbezeichnung für Kabel und Leitungen. |
| Betriebsspannung | Spannung, die im Dauerbetrieb zwischen bestimmten Anschlüssen oder nach Masse auftreten darf. |
| Betriebstemperaturbereich | Der zwischen unterer und oberer Dauergebrauchstemperatur liegende Bereich, der vom Anwender genutzt werden kann. Die obere Temperatur ist die Summe aus Eigenerwärmung und Umgebungstemperatur am Bauteil. |
| Codierung | Ist eine Anordnung, bei der durch unterschiedliche Polarität von gleichen Steckverbindern ein Vertauschen nicht möglich ist. Dies ist notwendig, wenn zwei oder mehrere gleiche Steckverbinder am selben Gerät angebracht werden. |
| Crimpverbindung | Nach DIN 41613, Teil 3: Mit Hilfe eines Crimpwerkzeuges wird der Anschlußbereich des Kontaktteiles verformt, dadurch wird eine feste, gasdichte Verbindung mit dem Leiter hergestellt. Zum Crimpen werden ein- oder mehradrige Litzen verwendet. |
| Direktes Stecken | Ein Steckverbinder für direktes Stecken ist ein Steckverbinder, in den eine Leiterplatte gesteckt wird, wobei die Kontakte des Steckverbinders direkt mit den gedruckten Randkontakten der Leiterplatte kontaktieren. |
| Doppelkontakt | Ein Federkontakt mit zwei gegenüberliegenden Kontaktstellen. |
| Durchdringverbindung | Nach DIN 41611, Teil 8: Es wird eine lötfreie, elektrische Verbindung durch geeignete Kontaktierungselemente (z.B. Lanzen, Spitzen und scharfe Kanten) hergestellt. Die Leiterisolation wird durchdrungen und so die elektrische Verbindung aufgebaut. |
| Durchgangswiderstand | Nach DIN 41611, Teil 4, 5 und 6: Der über die Anschlußpunkte unter vorgeschriebenen Meßbedingungen für die Verdrahtung gemessene Widerstand in einem gesteckten bzw. geschlossenen Kontaktpaar. Der Durchgangswiderstand setzt sich aus Leiterwiderstand und Übergangswiderstand (im Kontaktbereich) zusammen; wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Werte auf "Durchgangswiderstand, Millivoltmethode". |
| Dynamische Beanspruchung | Oberbegriff für mechanische Beanspruchung wie Beschleunigen, Schwingen, Stoß, Schock und Prellen. |
| Einpreßstift | Ein Metallstift mit einem Bereich zum Einpressen in ein metallisiertes Loch (Bohrung) einer Leiterplatte ohne nachfolgendes Verlöten. Man unterscheidet verschiedene Einpreßzonen:
Die für die Einpreßverbindung notwendigen Kräfte werden durch die Verformung des Leiterplattenloches aufgebracht, in das der massive Stift eingepreßt wird. Die für die Einpreßverbindung notwendigen Kräfte werden durch die Verformung des elastischen Einpreßstiftes aufgebracht. |
| Einpreßverbindung | Nach DIN 41611, Teil 5 bzw. EN 60352-5: Die Einpreßverbindung wird durch das Einpressen elastisch verformbarer oder massiver (starrer) Stifte in die metallisierten Löcher von Leiterplatten hergestellt. An den Berührungsstellen zwischen Einpreßstift und Lochwandung entstehen gasdichte Zonen. |
| Elektromagnetische Einflüsse (EMV, EMJ) | Bei geschirmten Steckverbindern wird die elektromagnetische Wirkung von und zu den Signalleitungen vermindert. |
| Federkontakt | Elastisches Kontaktteil eines Steckverbinders bei Federleisten im Gegensatz zum starren Messerkontakt bei Messerleisten. |
| Flachleitungs-Steckverbinder | Steckverbinder mit Schneid-Klemm-Technik (IDC-Technik = Isolation-Displacement-Connection) für Flachbandkabel mit runden Leitern nach DIN 41651. |
| Grenztemperaturen | Untere und obere Temperatur, die nicht zur Schädigung der Werkstoffe führen; dazwischen liegt der Betriebstemperaturbereich. |
| Grenzstrom | Maximal zulässiger Dauerstrom Ib, der über eine Steckverbinder-Kontaktpaarung fließen darf. Die thermische Belastbarkeit der verwendeten Werkstoffe begrenzt die Strombelastbarkeit die für die Kontaktelemente einschließlich Anschlüsse und für die Isolierteile zulässig ist. Damit ist eine Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur und der Eigenerwärmung gegeben. Das Meßverfahren der Strombelastbarkeit ist in DIN 41640, Teil 3, festgelegt. Bei diesem Meßverfahren wird die Temperatur an der Meßstelle (etwa heißeste Stelle) des Bauelementes und die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung bei verschiedenen Strömen I gemessen. |
| Gütestufen | Anforderungen an einen Steckverbinder nach DIN 41612 Teil 5 und EN 60352-5. Die Einteilung erfolgt in 3 Gütestufen: Gütestufe I = 500 Steckzyklen
Gütestufe II = 200 Steckzyklen Gütestufe III = 50 Steckzyklen |
| Invertierter Steckverbinder | Indirektes Steckverbindersystem, bei dem die Federleiste nicht an der spannungsführenden Seite (Verdrahtungsseite), sondern auf der spannungslosen Seite (Leiterplattenseite) montiert wird. |
| Isolationswiderstand | Widerstand der Isolierung zwischen zwei leitfähigen Teilen. Dieser soll möglichst hochohmig sein. Meß- und Prüfverfahren nach DIN 41640, Teil 7. |
| Kapazität zwischen nebeneinanderliegenden Kontakten | Kapazität zwischen zwei elektrischen Leitern, die durch ein Dielektrikum (Isolierkörper) getrennt sind. |
| Kontaktkraft (FK) | Kraft, welche die Kontaktfedern auf den Messerkontakt ausüben. |
| Kriechstrecken | Kürzeste Entfernung zwischen spannungsführenden Teilen auf der Oberfläche von Isolierkörpern. |
| Kriechstrom | ist der Strom, der zwischen gegeneinander unter Spannung stehenden Metallteilen über die Oberfläche eines Isolierstoffes fließt, besonders dann, wenn dieser durch leitfähige Ablagerungen (Staub, Feuchtigkeit) verunreinigt ist. |
| Lebensdauer | Als Lebensdauer bei Steckverbindern wird die Anzahl der Steckzyklen bezeichnet, die nicht zum Durchrieb der Kontaktoberfläche führen. |
| Luftstrecke | Kürzeste Entfernung zwischen spannungsführenden Teilen in der Luft. |
| Nennstrom | ist der Strom, der im Bereich der Prüfklasse unter Einschluß der Eigenerwärmung dauernd durch jede gleichzeitig bestehende Verbindung fließen darf. |
| Rastermaß | Das Rastermaß ist der regelmäßige Abstand zwischen den einzelnen Kontaktbohrungen auf der Leiterplatte. |
| Steck- und Ziehkraft | Die Kraft, die gebraucht wird, um einen Steckverbinder zu stecken bzw. zu ziehen. Bedingt durch das Öffnen der Feder ist im Normalfall die Steckkraft größer als die Ziehkraft.
Die Gleichung für die Ziehkraft eines Steckverbinders lautet:
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| Übergangswiderstand | Widerstand der an der Verbindungsstelle zwischen Kontaktfeder und Kontaktmesser auftritt. |
| Voreilender/Nacheilender Kontakt | Sind aus Schutzgründen, z.B. zur Erdung von Geräten, ein oder mehrere Kontakte eines Steckverbinders vorhanden, die beim Stecken zuerst Kontakt herstellen bzw. beim Ziehen zuletzt getrennt werden, so bezeichnet man diese als vor- bzw. nacheilende Kontakte. |
| Zinnspanbildung | Austreten von Zinn in Spanform aus dem Leiterplattenloch beim Einpressen von Einpreßkontakten. Zinnspan kann bei Leiterplatten auftreten die im Hot-Air-Leveling-Verfahren (HAL, Heißluftverzinnen) bearbeitet wurden. |
| Begriffe und Erläuterungen | ||